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Liberia von 1822 bis heute

     Liberia war der erste (nominell) freie (daher der Name) Staat Afrikas.

Afrikakarte      1822 kaufte der amerikanischer Kolonisationsverein "American Colonization Society" Land an der Westküste Afrikas, um dort freigelassene nordamerikanische Sklaven anzusiedeln. 1847 wurde Liberia selbstständige Republik mit einer Verfassung nach dem Vorbild der USA. Allerdings blieb die politische Macht hauptsächlich in den Händen der ameriko-liberianische Elite, die so eine Art schwarze Apartheid errichteten.

Karte Liberia      Die Herrschaft der aus den USA eingewanderten Liberianern wurde erst 1980 durch den Putsch von Samuel K. Doe brutal gebrochen. Daraufhin versank das Land mehr und mehr im Chaos. 1989 greift die von Charles Taylor gegründete "National Patriotic Front of Liberia" (NPFL) die Regierungstruppen Does an und konnte in kurzer Zeit den Großteil des Landes unter ihre Kontrolle bringen. Doe wurde abgesetzt, danach herrschte 14 Jahre lang Bürgerkrieg.

     Am 11. August 2003 ging Präsident Charles Taylor ins Exil nach Nigeria. Am 18. August 2003 konnte die westafrikanische Staaten- gemeinschaft zusammen mit der Internationalen Kontaktgruppe für Liberia einen wirksamen Waffenstillstand der Bürgerkriegsparteien erreichen. Ab 14. Oktober 2003 war Gyude Bryant Übergangs- präsident Liberias. Am 11. Oktober 2005 fanden in Liberia Neuwahlen statt. Seit dem 16. Januar 2006 ist Ellen Johnson-Sirleaf gewählte Präsidentin Liberias.


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